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Werden Sie gemobbt?




Begriffsklärung


Der Begriff "Mobbing" ist abgeleitet aus dem englischen Verb "to mob" und bedeutet so viel wie "jemanden angreifen", "jemanden anpöbeln".
Der "Mob" bedeutet dabei soviel wie "Meute", "Gesindel".

Obwohl dieses Wort erst in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist es schon sehr alt.
Mit "mobile vulgus" wurde bereits in der lateinischen Sprache eine "aufgehetzte Volksmenge" bezeichnet.

Erste Bedeutung im heute gebräuchlichem Sinne gab dem Begriff der Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Er beschrieb nämlich ein Phänomen, dass z.B. eine ganze Gruppe unterlegener Tiere (z.B. Gänse) einen gemeinsamen Überfall unternahmen, um einen Fuchs (überlegenes Tier) zu verscheuchen.

Von dort gelangte es durch Peter-Paul Heinemann (1972) in die Beschreibung aggressiven Verhaltens von Kindern auf Schulhöfen, durch die einzelne Kinder bisweilen in den Suizid getrieben wurden.

Der "Mobbing-Pabst" und Begründer der modernen Mobbingtheorie, der Arbeitspsychologe Heinz Leymann, beschrieb systematische Vorgänge in der Arbeitswelt, die auf das Schikanieren vonMitarbeiterinnen und Mitarbeitern hinausliefen, um diese fertig zu machen und aus der Organisation zu verdrängen.
Dieser Ansatz war deshalb so spannend, weil Leymann die Ursache nicht mehr nur in den unbewussten Prozessen zwischen Menschen, sondern vor allem auch in strukturellen Gegebenheiten einer Arbeitsorganisation.

Heute sind Mobbingphänomene in vielen verschiedenen Gebieten bekannt - bis hin in das Internet (sogenanntes Cyber-Mobbing, welches leidere immer mehr Verbreitung findet und ganz erheblichen Schaden anrichtet).


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